Projekt Südostasien | Symposium 2006

2. Passauer Südostasien-Symposium

Tourismus in Südostasien

Entwicklungen, Kontroversen, Trends

26.-28.5.2006

 

Tourismus in Südostasien kritisch hinterfragt

Rund 70 Teilnehmer diskutierten beim 2. Passauer Südostasien-Symposium

Mit Fragen rund um den Tourismus in Südostasien haben sich vom 26.-28. Mai 2006 die etwa 70 Teilnehmer des 2. Südostasien-Symposiums an der Uni Passau auseinandergesetzt. Der Einladung der Lehrstühle für Südostasienkunde I und II und der studentischen Hochschulgruppe ‚Projekt Südostasien' (PSOA) waren nicht nur Passauer Studenten und Dozenten gefolgt: Auch Teilnehmer und Referenten aus Linz, Wien, Heidelberg, Bonn und Berlin hatten sich vom Thema Tourismus für drei Tage nach Niederbayern locken lassen.
Sehr vielfältige Schwerpunkte setzten in ihren Vorträgen sowohl die Lehrstuhlinhaber Professor Dr. Susanne Schröter und Professor Dr. Rüdiger Korff als auch die Referenten aus den Bereichen Tourismusforschung und Entwicklungszusammenarbeit. So sprach Professor Schröter zu den Auswirkungen des Fremdenverkehrs auf indigene Kulturen in Indonesien, während Günter Spreitzhofer, Geograph an der Universität Wien, in seinem Vortrag den einst ‚alternativen' Rucksacktourismus in Südostasien als ‚Speerspitze des Pauschaltourismus' in ein neues Licht stellte.  Wie Tourismus durch Entwicklungshilfe als alternative Einnahmequelle für die lokale Bevölkerung gefördert werden kann, erklärte Susy Karammel, Tourismusberaterin für die Entwicklungshilfe-Organisation "Gesellschaft für technische Zusammenarbeit" (GTZ) am Beispiel von Nordlaos.
Da viele der Teilnehmer schon selbst als Touristen oder im Rahmen von Studienaufhalten in Südostasien unterwegs waren, konnten sie in den anschließenden Diskussionsforen unterschiedlichste Erfahrungen und Meinungen austauschen. Bringt Massentourismus der lokalen Bevölkerung mehr Nutzen oder mehr Schaden? Wie lässt sich Tourismus umweltverträglicher gestalten? Was ist vom Sextourismus in Südostasien zu halten? Dass Tourismus jedenfalls tiefer greifende Auswirkungen hat als auf den ersten Blick erkennbar ist, dies ist in vielen Diskussionen deutlich geworden.
Verdoppelt hat sich die Besucherzahl im IM-Gebäude der Uni am Samstagabend: Beim alljährlichen Südostasien-Sommerfest mit traditionell schlechtem Wetter ließen es sich Studenten, Dozenten und Referenten bei asiatischen Spezialitäten von selbst gemachten Frühlingsrollen über indonesischen Salat bis zu thailändischem Bier gut gehen.
Pläne für weitere gemeinsame Symposien wurden beim Abschied bereits geschmiedet, so dass Moderatorin Martina Ganser mit dem Ausblick auf eine Fortsetzung schloss: "Dann vielleicht in Bonn, Heidelberg oder Berlin."

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